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PLAC-Test

Früherkennung von Herzinfarkt und Schlaganfall

Herzinfarkt und Schlaganfall sind die häufigsten Todesursachen in den Industrieländern. In Deutschland sterben jährlich 400.000 Menschen an den Folgen von Gefäßerkrankungen. Darüber hinaus erliegen jährlich doppelt so viele Frauen an Schlaganfällen wie an Brustkrebs. In Luxembourg sterben über 1200 Menschen im Jahr an den Folgen kardiovaskulärer Erkrankungen– mehr als an Tumorerkrankungen.

 

Der PLAC®-Test ist ein CE-zertifizierter Test zur Bestimmung des individuellen Risikos für Schlaganfall und Herzinfarkt.

 

Der PLAC®-Test ist ein Bluttest,  mit dem die Aktivität des Enzyms Lp-PLA2 (Lipoprotein –assoziierte Phospholipase A2) bestimmt werden kann. Lp-PLA2 ist ein gefäßspezifisches Entzündungsenzym, das anzeigt, ob sich in den arteriellen Gefäßwänden instabile zur Ruptur neigende Plaques befinden, die für die Mehrzahl kardiovaskulärer Akutereignisse und Schlaganfall verantwortlich sind. 68% aller Herzinfarkte und die meisten Schlaganfälle werden durch einen Abriss von Ablagerungen an der Gefäßwand, sogenannte Plaquerupturen, mit einhergehender Thrombose verursacht.

 

Bei der Hälfte der Infarktpatienten ist LDL-Cholesterin nicht erhöht und auch beim Schlaganfallrisiko erlaubt das LDL-Cholesterin wenig Aussagen, während mit dem PLAC®-Test neben dem Risiko für Herzinfarkte auch das Schlaganfallrisiko abgeschätzt werden kann.

 

Eine frühzeitige Diagnose und eine adaptierte Therapie können helfen, kardiovaskuläre Ereignisse zu verhindern.

 

Wann sollte der Test angefragt werden:

Der PLAC®-Test ist für jeden Patienten geeignet, und kann zusätzlich bei der Ermittlung klassischer Blutfettwerte mit angefordert werden; besonders indiziert ist er jedoch bei Patienten, die 2 oder mehrere der folgenden Risikofaktoren aufweisen:

  • Männer über 45 Jahre oder Frauen über 55 Jahre
  • Familiäre Vorgeschichte von kardiovaskulären Akutereignissen und Schlaganfall
  • Diabetes mellitus
  • Adipositas (BMI über 30kg/m2) 
  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Erhöhte Cholesterinwerte

Interpretation der Ergebnisse:

Mit dem PLAC®-Test lässt sich das individuelle Risiko des Patienten für koronare Herzerkrankungen und Schlaganfall, die mit Arteriosklerose assoziiert sind, besser bestimmen; vorbeugende Maßnahmen sowie ein effizientes Patientenmanagement können dementsprechend veranlasst werden. Durch die frühe Identifizierung von Menschen mit hohem Risiko, die von einer intensivierten Behandlung profitieren, können kardiovaskuläre Ereignisse verhindert werden.

Zusätzliche Informationen

Der PLAC® Test kann jederzeit bei Laboratoires Réunis durchgeführt werden. Bitte beachten Sie, dass der Test derzeit noch nicht von der CNS  (Caisse Nationale de Santé) übernommen wird. Sollten Sie noch weitere Fragen haben oder zusätzliche Informationen benötigen, kontaktieren Sie uns: Tel. +352 780 290-1 oder contact(at)labo.lu

Internationale Empfehlungen bezüglich Lp-PLA2:

Europa: In den ESC/EAS Guidelines zum Management von Dyslipidämien (European Heart Journal, 2011) wird die Bestimmung der LP-PLA2 bei den Personen empfohlen, die ein erhöhtes Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen aufweisen und zusätzlich bei denen, die bereits eine familiäre Vorgeschichte diesbezüglich haben.

USA: Amerikanischen Guidelines stufen die Lp-PLA2 als kardiovaskulärer Risikofaktor ein.

Zahlreiche Studien* belegen die prognostische Wertigkeit des gefäßspezifischen Entzündungsenzyms in der kardiovaskulären Risikostratifizierung. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen in angesehenen Fachzeitschriften weist auf die Bedeutung dieses kardiovaskulären Risikomarkers hin. [1–4].

* Lp-PLA2 Studies Collaboration –Lancet 2010; 375:1536-44 / 79036 Teilnehmer in 32 prospektiven Studien

REFERENCES:

1. Jang Y, Waterworth D, Lee J-E, et al. Carriage of the V279F null allele within the gene encoding Lp-PLA2 is protective from coronary artery disease in South Korean males. PLoS ONE. 2011;6(4):e18208.doi:10.1371/journal.pone.0018208.

2. The Lp-PLA2 Studies Collaboration. Lipoprotein-associated phospholipase A2 and risk of coronary disease, stroke, and mortality: collaborative analysis of 32 prospectivestudies. Lancet. 2010;375:1536-1544.

3. White HD, Simes J, Stewart RAH, et al. Changes in lipoprotein-associated phospholipase A2 activity predict coronary events and partly account for the treatmenteffect of pravastatin: results from the long-term intervention with pravastatin in ischemic disease study. J Am Heart Assoc. 2013;2:e000360. doi:10.1161/JAHA.113.000360.

4. Dohi T, Miyauchi K, OkazakiS, et al. Decreased circulating lipoprotein-associated phospholipase A2 levels are associated with coronary plaque regression in patients with acute coronary syndrome. Atherosclerosis. 2011. doi:10.1016/j.atherosclerosis.2011.09.019.

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